Welpen und Katzen - Worauf man achten sollte!

Die Hornhautverletzung
 
Eine Verletzung der Hornhaut zeigt sich im akuten Stadium durch plötzliches Zukneifen der Augen, Blinzeln und vermehrte Tränenbildung.

Da Welpen erst ab der 12. Lebenswoche einen ausgebildeten "Drohreflex" haben, d.h. bei einer Drohgebärde die Augenlider schnell zukneifen oder den Kopf abwenden, sind sie gegenüber Katzen besonders für eine Hornhautverletzung gefährdet.

Ist einer Katze der Fluchtweg abgeschnitten oder will sie ihr Territorium verteidigen, schlägt sie mit ihrer Pfote blitzschnell zu. Wenn sie dabei mit ihrer spitzen Kralle die Hornhaut trifft, wird diese zuerst punktförmig soweit eingedellt, dass Iris und Linse direkt dahinter zu liegen kommen. Wird die Hornhaut dann perforiert, bekommt auch die Linsenkapsel einen Einriss.

Beim Herausziehen der Katzenkralle kommt es zu einem Sog, der das Linseneiweiß aus der verletzten Linsenkapsel austreten und/oder die Iris in die Hornhautwunde vorfallen lässt. Diese Mechanismen führen zu einer hochgradigen Entzündung des vorderen Augenabschnittes, die nur sehr schwer zu beherrschen ist.

Vorbeugend muss man neue Familienmitglieder (Hunde) besonders Welpen vorsichtig und mit viel Geduld an die hauseigene Katze gewöhnen und beide niemals im Hause unbeaufsichtigt lassen, bis sie echte Freunde geworden sind.