ANATOMIE DES HUNDES 

Die Nase des Hundes

Die Nase ist für den Hund ein äußerst wichtiges Sinnesorgan, denn er lebt in einer Welt von Gerüchen. Mit der Nase unterscheidet der Hund Freund und Feind. Er erkennt sogar Gefahren durch seine Nase. Diese ganze Umwelt wird mit der Nase erforscht. Er erschnüffelt seine Rivalen , wenn es um das Revierverhalten geht.

Die geruchsempfindlichen Regionen der Nase sind beim Hund stark ausgedehnt. Sie ist mit Falten, die labyrinthartig angelegt  sind und Haaren versehen. Die Riechnerven der Nase leiten den Reiz in die Großhirnrinde.

Da die Nase des Hundes einen sehr langen Nasenrücken hat, ist es schwer sie zu untersuchen. Bei Unstimmigkeiten wird die Nase geröntgt, da nur hauptsächlich der Nasenspiegel und der Naseneingang ein Bild über die Krankheit verschaffen können. 

Beiträge zusammengestellt von Antje Dammann

                                                            

Die Haut des Hundes und Erklärung der Fachbegriffe
 
Oberhaut - Epidermis
Entzündung der Haut - Dermatitis
Wissenschaft der Haut - Dermatologie
vererbte Hautkrankheit - Genodermatose
innerhalb der Haut - Intradermal
Pyodermie - Hautinfektion - Eiter in der Haut
Purpura-anormalepurpurne - Färbung der Haut
Seborrhoe - Talgfluß
Panaritium - Nagelbettentzündung
Mykosen - Hautpilz
Disposition - Ekzembereitschaft
Pigmentierung - Einlagerung von schwarzem Hautfarbstoff
Biopsie - mit einer Stanze entnommenes Gewebe, das untersucht wird
Haarausfall
Allergien - Atopie
Hauterkrankungen durch hormonelle Störungen
Seborrhoe
Ekzeme
Verbrennungen
Verletzungen, Tumore
Hauterkrankungen an besonderen Körperstellen
Erkrankung der Pfoten
Hautinfektionen
Pilze
Parasiten
Epidermolysisbullosa - Spezielle Hautkrankheit bei Collie und Sheltie
Diskoider Lupus - Collie Nase
Pemphigusfoliaceus - schuppende Dermatitis
Bullöses Pemphigoid - Erkrankung der Mundhöhle
Acanthosis nigricans - Schwarzwucherhaut

Die Haut ist zugleich Schutz und Vermittler zwischen Tier- und Umwelt. Die Oberhaut auch Epidermis genannt trägt eine Hornschicht, deren Dicke verschieden ist. Am Nasenspiegel und unter den Fußballen ist sie besonders dick. Dünner ist sie jedoch dort, wo das Fell dicht behaart ist. Als Mittelschicht haben die Hunde die Lederhaut, die sehr elastisch ist. Zum Schluss hat der Hund also sozusagen als dritte Schicht die lockere und dehnbare Unterhaut.

Die Haut des Hundes ist bis auf wenige Ausnahmen mit mehr oder weniger Haaren bedeckt.

Diese Haare liegen mit den Haarwurzeln in den Haarbälgen. Die Talgdrüsen sind in der Haut eingebettet, die meist in einem Haarbalg münden. Der Hund kann nicht wie der Mensch seine Körpertemperatur durch Schwitzen regulieren. Das Regulieren der Körpertemperatur geschieht bei dem Hund durch Hecheln.

Am Nasenspiegel und an den Fußballen findet man vermehrt Schweißdrüsen. Außerdem besitzt der Hund am After besondere Analbeuteldrüsen.

Die Haut ist ein Sinnesorgan. Man unterscheidet den Tastsinn (Berührung und Druckempfinden), den Temperatursinn (Wärme oder Kälte) und die Empfindung für den Schmerz.


Haarausfall

Allgemeiner Haarausfall beachtet man am Anfang oft nicht, da er sehr langsam fortschreiten kann. Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Harmlos sind sie bei älteren Tieren und Hündinnen nach dem Werfen.

Bei Flöhen und Läusen ist der Haarausfall gut zu behandeln. Anders ist es bei Räude oder Störungen der Hormone und bei Organkrankheiten.

Es können bei gleicher Krankheitsursache total verschiedene Erscheinungen auftreten. Je wie der Körper reagiert erscheint ein Juckreiz, trockene oder feuchte Ekzeme, Entzündungen, Pigmentstörungen glanzloses, dünnes oder fettiges Haar., sowie Schuppenbildung oder Hautzuwucherungen.

Bei einer Hündin nach dem Werfen wächst das Fell nach einer gewissen Pause von ganz alleine wieder. Gute Ernährung und ein rund-um-Wohlfühlen der Hündin hilft ihr schneller das Fell wieder aufzubauen. Ein wenig Biotin dem Futter untergemischt tut hier gute Dienste.

Bei alten Rüden geht der Haarverlust oft mit einer Hodenerkrankung oder einem Hodentumor einher. Oft hat sich hier noch eine Kastration bewährt.
 

Schwarzwucherhaut

Die Schwarzwucherhaut ist eine seltene Hautkrankheit, die überwiegend bei  älteren Hunden auftritt. Für die Erkrankung ist eine Wucherung der tiefen Schichten der Oberhaut verantwortlich. Die Folge dieser Wucherung ist eine übermäßige Verhornung der Oberhaut.

Die Krankheitszeichnung ist darauf  zurückzuführen, dass sich im Verlauf der Erkrankung in den betroffenen Hautstellen körpereigene schwarze Farbstoffe (Pigmente) ablagern. Sehr oft erkranken wenig behaarte Hautstellen. Das sind z.B. Schenkelinnenflächen, Achselhöhlen, oder Innenflächen der Ohren. Auch bleibt im weiteren Verlauf der Krankheit die Unterbrust  oder der Unterbauch nicht verschont.

Eine Änderung der Haut finden wir auch am After, Scheide oder am Hodensack.
Die Krankheit beginnt mit mäßigen Juckreiz, sowie Hautrötung. Die Haare fallen aus. Später dann verdickt sich die Haut, sie wird stumpf und rau. Durch die Farbstoffeinlagerung wird die Haut im zunehmen der Erkrankung blauschwarz gefärbt. Es werden Schuppen abgestoßen. Diese Krankheit kann sich über Jahre hinwegziehen, das Allgemeinbefinden des Hundes wird nicht beeinträchtigt.

Die Ursachen dieser Wucherungen sind eine Drüsenstörung, auch die Unterfunktion der Schilddrüse kann dabei eine erhebliche Rolle spielen.

Behandlung: Der Hund wird mit entsprechenden Hormonen behandelt, sowie Schwefelsalben, die auf die Haut aufgetragen werden. Im fortgeschrittenen Stadium werden Teersalben angewendet. Innerlich unterstützt wird der Hund durch Hefezugaben im Futter, sowie die Vitamine A,B,C H (Biotin) und E. Es werden zusätzlich noch Fettsäuren ,wie Linolsäuren, gegeben.
Zur Aufhellung der Haut gibt man juckreizstillende und hornlösende Mittel.
Es ist meinst eine monatelange Behandlung nötig.


Allergien

Allergien werden immer von bestimmten Stoffe (Insekten, Chemikalien, Pflanzen, Futtermittel, Medikamenten) ausgelöst.
Man erkennt sie an den örtlich begrenzten Anschwellungen oder Rötungen, die oft mit starkem Juckreiz dahergehen. Der Juckreiz tritt besonders an Kopf, Augen und Lippen auf. Eine große Gefahr ist der Insektenstich im Maul . Der Hund kann daran ersticken oder der Kreislauf kann sogar zusammenbrechen.
Durch Hauttests, die man beim Hund machen kann, um die Ursache zu finden, wird man den Hund in Zukunft davor schützen können. Es ist nicht immer einfach die Ursache zu finden. Sehr häufig löst Futtermittel die Allergie aus. Zu den Stoffen zählt in den meisten Fällen das Eiweiß (Fleisch) Vitamine, Mineralien und auch Geschmacksstoffe. Durch Futterumstellungen kann man der Sache auf den Grund gehen. Anstatt nun Rindfleisch zu füttern nimmt man Lamm mit Reis.
Kontaktallergien werden durch Hautberührungen mit dem Allergen ausgelöst. Oft ist es der Teppichboden, Decken, Wasch- und Putzmittel, Parfüm, Deo usw. Sachen aus dem gewöhnlichen Leben, die das Allergen auslösen.
Es gibt auch plötzlich auftretende Allergien gegen Dinge, die bisher vertragen wurden.
Behandlung.
Als Sofortmaßnahme gegen Anschwellungen macht man Umschläge mit Essigwasser (1 Tasse Essig>1Liter Wasser) oder die essigsaure Tonerde benutzen. Der Tierarzt wird dann noch Kalzium und Kortison spritzen, sowie Kreislaufmittel, wenn es nötig tut geben.
In chronischen, unklaren Fällen kann die Eigenblutbehandlung Erfolg bringen.

Eine der bekanntesten Allergien ist die Flohallergie. Der Befall von Flöhen beunruhigt den Hund .Er muss sich fortwährend kratzen. Durch das Herumhüpfen und Blutsaugen der Flöhe entsteht ein lästiger Juckreiz. Die Flöhe halten sich am liebsten  in der Halsgegend, auf dem Rücken, im Bereich des Schwanzansatzes und in den Innenschenkeln auf. Beim Blutsaugen hinterlassen sie bräunlichen Flohkot und stippenförmige Hautrötungen, die den Hund zum Katzen veranlassen. Durch das Scheuern können Hautekzeme entstehen. Starker Flohbefall kann sogar zu Haarausfall führen, Blutarmut, Abmagerung, ja beim Welpen sogar zu Todesfällen führen. Gegen Flohallergie helfen einige Mittel. Fragen sie bitte ihren Tierarzt. Flöhe werden wir noch weiter besprechen unter dem Titel "Parasiten".

Hauterkrankungen durch hormonelle Störungen

Fehlfunktionen der Eierstöcke zeigen sich als Verdickung und Pigmentierung der Scheide und der wenig behaarten Körperstellen, oft verbunden mit einer verlängerten Läufigkeit. Man rät dazu die Gebärmutter zu entfernen. Jedoch kann ein Erfolg nicht garantiert werden. Bei alten , herz- und nierenkranken Hunden sollte man versuchen durch Beigaben von Pulsatilla und Sepia im Hauptframe gegeben, die Operation zu umgehen. Nicht nur Geschlechtshormone haben Einfluss auf den HautstoffHauptframe , sondern auch die innersektorischen Drüsen. So schüttet die Gehirnanhangsdrüse bei tumorartigen Veränderungen vermehrt Stoffe aus, die das hormonelle Gleichgewicht stören und die Haut schädigen. Als Folge lagert die Haut Pigmente ein, eine Verhornung tritt auf und die Haare fallen aus. Meist im Bereich der Geschlechtsorgane. Oft wird dabei ein süßlicher Geruch verströmt.
Bei Unterfunktionen der Schilddrüse wird der Hund meinst müde und träge. Gewichtszunahme stellt sich ein. Die entartete Gehirnanhangsdrüse sollte entfernt werden, was jedoch mit großen Risiken verbunden ist. Das Krankheitsbild lässt sich durch Gaben von Hormonen und einer eiweißreichen Diät beeinflussen. Die Unterfunktion der Schilddrüse ist durch Thyroxin  oder Jod fast immer ausgleichbar.
Neben diesen vom Tierarzt, streng nach Körpergewicht verordneten Medikamente, lässt sich das Krankheitsbild auch über die Haut behandeln.
Gegen die Infektion gibt man antibiotische Salben oder Tabletten ( eventuell mit Kortison) Verhornungen behandelt man mit Schwefel-Salicyl Produkten.
Am ehesten erkennt man diese Krankheit der hormonbildenden Drüsen daran : starker symetrischer Haarausfall ohne Juckreiz und stumpfes Fell. Dieses sind deutliche Hinweise auf eine Hormonstörung.

 

Die Anomalien des Hundegebisses und Erklärung der Fachbegriffe

Brachygnathie( Überbiß)
Prognathie
Sekundäre Prognathie
Oligodonie
Anadonie
Dens in Dente

Brachygnathie (Überbiss)
Der Unterkiefer ist kürzer als der Oberkiefer.

Prognathie
ist eine annorme Stellung des Ober- oder Unterkiefers. Meistens jedoch ist der Oberkiefer kürzer als der Unterkiefer.

Sekundäre Prognathie
bedeutet das auch hier der Oberkiefer oder einer der beiden Kiefer abnorm gewachsen ist, jedoch das diese Prognathie geschlechtsgebunden ist. Sie trifft mehr Rüden als Hündinnen.

Anadonie
Bei der Anadonie fehlen Zähne im Zahnbogen. Dieses ist genetisch bedingt.

Oligodonie
Bei der Oligondonie fehlen einige wenige Zähne im Zahnbogen. Meistens betrifft es keine Fangzähne sondern die Molaren oder Prämolaren.

Zuviel Zähne
Hier sind mehr Zähne im Kiefer vorhanden, als wie sie wirklich sein sollten. Bei Collies kommt dies öfter vor, als wie man denkt. Sollten überzählige Zähne im Kiefer auftreten, sollten sie vom Tierarzt gezogen werden. Diese überschüssigen Zähne können Krankheiten hervorrufen. Ansonsten sind die kein Handycap.

Dens in Dente
Dens in Dente heißt Zahn im Zahn. Diese embryonale Entwicklungsstörung kommt ab und an beim Hund vor. Dieses Zahn im Zahn kann zu Abszessen führen. Man sollte den Tierarzt aufsuchen.


Zu guter Letzt

Das sicherste Mittel Zahnerkrankungen aus dem Wege zugehen, ist ein Besuch beim Tierarzt. Man kann z.B. den Tierarzt kurz bei der Impfung ins Maul schauen lassen. Zahnstein soll in bestimmten Abständen entfernt werden. Mein Tierarzt sagte einmal, 3 mal im Leben eines Hundes reicht, sonst geht zuviel kaputt. Also müssen wir vorbeugen. Man kann im 8-tägigen Abstand die Zähne mit Zitrone reinigen, oder man benutzt die heutzutage gängige Hundezahnpasta. Man kann auch, wenn der Hund zu Zahnstein neigt, Schlämmkreide benutzen. Doch sollte man auf jeden Fall leicht gärendes Weichfutter vermeiden. Geben sie ihrem Hund Hundekuchen, Kauhufe, Hundeknochen oder sonstige Kauartikel zur Unterstützung der Gebissreinigung zu fressen. Richtige Knochen nur in kleinen Mengen, sie führen zu Verstopfungen

 

Die Schilddrüse

Die Schilddrüse befindet sich vorne am Hals unterhalb des Kehlkopfes. Sie besteht aus 2 Lappen, eng anliegend an der Luftröhre ist sie klein, nicht tast- und sichtbar. Die Schilddrüse ist das am stärksten durchblutete Organ des Körpers.

Ohne dieses kleine, wichtige Organ funktioniert in unserem Organismus nichts.
Die Schilddrüse produziert die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), ebenso andere wichtige Wirkstoffe und Hormone, die für die Versorgung aller Zellen im Körper und für die Umsetzungsvorgänge des Fett-Eiweiß-Kohlenhydratstoffwechsels lebensnotwenig sind.
Sie reguliert den Wärmehaushalt und beeinflusst auch andere Organe, zum Beispiel Herz, Magen, Darm und Knochenbildung.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden zu wenig Hormone gebildet. Also laufen alle Vorgänge im Körper langsamer ab, das Herz schlägt langsamer. Diese Erkrankung geht mit unterschiedlichen Symptomen einher:

·        - Gewichtzunahme trotz normlaler Fütterung
·        - stumpfes, mattes Fell
·        - Haarausfall (kahle Stellen)
·        - fettige Haut (Wassereinlagerungen unter der Haut)
·        - Hautentzündungen
·        - Juckreiz
·        - eventuell Ohrenentzündungen
·        - der Hund ist müde, träge (großes Schlafbedürfnis)
·        - gutmütige Hunde können plötzlich agressiv reagieren
·        - Der Hund hat einen traurigen Gesichtsausdruck

In manchen Fällen wird eine Schilddrüsenfehlfunktion durch eine andere Erkrankung verursacht.

Die tierärztliche Diagnostik
(spezielle Blutuntersuchungen, Hormontest) ist von großer Bedeutung, um den Erfolg an dem Hund zu sehen und um selbst sicherer zu werden.

Als Zusatzbehandlung wäre eine dauerhafte Diät empfehlenswert.

Quelle: Extra Tip

 

Das Ohr des Hundes

Das Ohr besteht aus Ohrmuschel, äußeren Gehörgang und Trommelfell.

Die Schallwellen werden durch die Luft weitergeleitet. Der äußere Gehörgang und die Ohrmuscheln leiten die Schallwellen weiter bis ins Trommelfell. Deshalb sind die Ohrmuscheln des Hundes gut beweglich und aufgerichtet. Bei einigen  Hunderassen hängen die Ohrmuscheln über den äußeren Gehörgang und deswegen halten diese Hunde oft den Kopf schräg beim Zuhören.
Der Gehörgang ist beim Hund mit einem Knick ausgestattet. Dieser dient als Schutz für das Trommelfell und enthält Ohrschmalzdrüsen. Diese geben ein Sekret zur Einfettung ab und halten Schmutz und Insekten fern.

Das Trommelfell leitet den Schall weiter zu den Gehörknöchelchen. Danach gelangt der Schall in den inneren Gehörgang, der Schnecke weiter. Die Hörnerven der Schnecken leiten den Reiz weiter ans Gehirn.

 

Das Auge des Hundes und Erklärung der Fachbegriffe 

Der Haushund ist kurzsichtig, farbenblind und hat eine unebene Hornhaut.

kurzsichtig - myopisch
vordere Teil der Außenschicht (Hornhaut) - Kornea
hintere Teil der Außenschicht - Sklera
zweite Schicht des Auges - Uvea
drittes Augenlid - Palpebra tertia
sichtbarer Teil des Sehnerv im Augapfel - Papille
Ziliarkörper - Corpus ciliare
Aderhaut - Chorioidea
Netzhaut - Retina
Regenbogenhaut - Iris
Hintergrund des Auges - Fundus
Sehnerv - Nervus optikus
 

Das Auge ist ein kugelförmiges Hohlorgan, das im vorderen Teil mit Kammerwasser gefüllt ist. Hinter der Linse befindet sich eine gallertartige Masse, der so genannte Glaskörper. Der Augapfel besteht aus 3 Schichten.

Die äußerste Schicht ist eine Schutzschicht, die dem Augapfel die Kugelform verleiht. Die vordere Schicht dieser Außenschicht nennt man Kornea. Sie ist durchsichtig. Der hintere Teil dieser Außenschicht ist weiß und heißt Sklera.

Das dritte Augenlid -Palpebra tertia- ist die Nickhaut. Sie kann entweder pigmentiert oder unpigmentiert sein. D.h. sie kann schwarz oder braun, hell oder weiß sein.
Die Drüsen sind dazu da um das Auge feucht zu halten. Sie sind für den größten Teil der Tränenproduktion verantwortlich. Pigmentierte und unpigmentierte Nickhäute funktionieren gleichermaßen gut. Es besteht kein Anlass, die unpigmentierte Nickhaut entfernen zu lassen.

Nachwort: Einige Züchter meinen, die unpigmentierte Nickhaut sei unattraktiv und lassen sie  deshalb aus ästhetischen Gründen entfernen. Dieses Entfernen ist unmenschlich und schadet dem Hund mehr als es gut tut. Damit zerstören sie ein sehr wichtiges Schutzmembran. Das Auge liegt nun trocken und ist ungeschützt. Die Hornhaut kann abgeschürft werden und der Hund kann in schlimmen Fällen sogar erblinden.

Das Auge ist nach vorne durch die leicht gewölbte Hornhaut begrenzt. Dahinter liegt die Iris. Sie  wirkt als Blende,  die durch Hautframende Öffnungsgröße die einfallende Lichtmenge regelt.
Sehen kann das Auge jedoch nur,  wenn die Objekte selbst Licht ausstrahlen oder reflektieren. Bei totaler Dunkelheit gibt es keine optischen Wahrnehmung. Die durch Lichtstrahlen ausgelösten Bilder werden vom Auge auf den Sehnerv übertragen und von dort ins Großhirn geleitet, wo das Sehzentrum liegt.

Die wichtigste Schicht der Netzhaut ist die der Stäbchen- und Zäpfchenzellen und der Sehnerv. Für das farblose Hell-Dunkel-Sehen sind die Stäbchen verantwortlich und für das Farberkennen die Zäpfchen. Hunde haben im Gegensatz zum Menschen mehr Zäpfchen- und Stäbchenzellen, so können sie nachts besser sehen. Jedoch können sie weniger Farben wahrnehmen.
Die Schicht der reflektierenden Zellen wird Tapetum licidum genannt. Es ist für den Effekt der leuchtenden Augen verantwortlich, wenn Autoscheinwerfer die Augen des Hundes anstrahlen.

Geschützt wird das Auge durch die Augenlider und den Wimpern. Sie verhindern das Staub und Fremdkörper in das Auge gelangen.

Die knöchernde Augenhöhle, vor allen das Jochbein, schützen das Auge. Bei kurzschnautzigen Rassen, etwa den Mops oder Pekinesen, ist die Augenhöhle durch die Verkürzung des Oberschädels sehr flach.
Die Tränendrüsen verhindern durch ihr Sekret, dass das Auge austrocknet. Gleichzeitig schwemmen sie die Reizstoffe aus dem Auge heraus.

Die Beweglichkeit des Auges wird durch 4 gerade und 2 schiefe Augenmuskeln reguliert.

Der Hund nimmt seine Umwelt vor allem durch Gerüche wahr. Das Sehen  ist bei ihm nicht so wichtig, als wie beim Menschen. Trotzdem ist sehbehinderter Hund in seiner Lebensqualität beeinträchtigt.
Bitte gehen sie bei jeder Augenkrankheit zum Tierarzt.

 

Das Gebiss des Hundes und Erklärung der Fachbegriffe     

Molaren- hintere Backenzähne ( M1 M2 usw.)
Prämolaren- vordere Backenzähne(P1 P2 usw.)
Caninus- Haken- oder Fangzahn
Incisivi- Schneidezahn (I1 I2 usw.)
Mandibula- Unterkieferknochen
Maxilla- Oberkieferknochen
Papillome- warzenartige Wucherungen
mesial- nach der Mitte der Zahnreihe zu gelegen


Welpen werden zahnlos geboren. Im Alter von 2 bis 4 Wochen brechen die ersten Milchzähne durch. Mit 8 Wochen sind bei den meisten Rassen alle Milchzähne vorhanden. Welpen besitzen noch keine Molaren.

Das Welpengebiss besitzt 28 Zähne. Im Oberkiefer liegen 6 Schneidezähne, 2 Eckzähne und 6 Prämolare. Genauso liegen auch die Zähne im Unterkiefer.

Der erwachsene Hund hat 42 Zähne. Im Oberkiefer liegen 6 Schneidezähne, 2 Eckzähne, 8 Prämolare und 4 Molaren. Im Unterkiefer liegen 6 Schneidezähne, 2 Eckzähne, 8 Prämolaren und 6 Molaren.

In der Regel sollte die Zahnung mit 5- 6 Monaten abgeschlossen sein. Ich persönlich kenne Shelties, deren Zahnentwicklung erst mit 2 Jahren abgeschlossen war.

Die wohl bekannteste Gebissstellung ist das Scherengebiss. Unsere Shelties und Collies verfügen auch über diese Gebissstellung. Die Eckzähne stehen in einer Schere übereinander. Die oberen Schneidezähne greifen ohne Zwischenraum über die unteren Schneidezähnen. Sie stehen senkrecht im Kiefer.

Ansonsten gibt es noch das Kulissengebiss (Vorbiss) oder auch Hechtgebiss genannt. Diesen Vorbiss gibt es bei den kurzköpfigen Rassen, wie z.B. Boxer, Bulldoggen oder Pekinesen.

Anmerkung: Bei alleinigem Füttern von Trockenfutter kann es zum frühzeitigem Abnutzen der Zähne kommen. Beim ausschließlichem Füttern durch Weichfutter kann es zu starkem Zahnbelag kommen.
 

Wie bunt sieht ein Hund?

Verhaltensstudien beweisen, das Hunde Farben sehen können - allerdings nicht so intensiv und leuchtend wie unser Menschenauge

Wie sieht ein Hund die Welt?

Gelb, blau, schwarz und Grautöne können Hunde von einander unterscheiden. Grünliche Farben werden von ihnen als weißlich wahrgenommen.
Rot ist eine Farbe, die der Hund nicht erkennt. Er registriert diese als Gelbtöne.
In der Abenddämmerung sind die Augen eines Hundes besonders aktiv. Ein sich bewegendes Objekt, welches sich in weiter Ferne befindet, erkennt er schneller als wir.
Übrigens:
Wenn du deinen Zeigefinder direkt vor die Nase deines Hundes nach links und rechts wandern lässt, wird er darauf wohl nicht reagieren. Er sieht den Finger nicht. Versuche dieselbe Übung mit einem Abstand von 40 bis 50 Zentimetern, dann kannst du beobachten, wie der Hund deinem Finger mit seinen Augen aufmerksam verfolgt.

  1. Wer seinen Hund in der Erziehung u.a. mit Handzeichen unterstützt, sollte einen Mindestabstand zu ihm einhalten.